Ein Fest für Planetenbeobachter: Der Riesenplanet steht im Januar 2026 in optimaler Beobachtungspostion und ist relativ nah zu Erde. Am 10. Januar erreicht er seinen erdnächsten Punkt, aber auch mehrere Wochen später ist er noch gut zu beobachten. Er steht als strahlend heller Punkt im Sternbild der Zwillinge und wandert dann immer weiter Richtung Süden zum Orion.
Jupiter in Opposition
Planeten können wir nicht immer sehen. Nur wenn sie von der Sonne angestrahlt werden und das Licht zu uns auf der Erde zurückwerfen, sind sie sichtbar. Das funktioniert nur, wenn sie sich auf ihrer Umlaufbahn auf der gleichen Seite der Sonne stehen wie die Erde. Also: Sonne – Erde- Planet. Im Winter 2025/ 2026 befindet sich Jupiter in der perfekten Position.
Die aktuelle Position innerhalb des Sonnenssystems kann man mit dem Solar System Simulator der Nasa betrachten: https://eyes.nasa.gov/apps/solar-system/#/home
Zur Opposition am 10. Januar kam der Riesenplanet der Erde bis auf ca. 633 Millionen Kilometer heran. Das Licht braucht für diese Distanz rund 35 Minuten. Wegen der (vergleichsweise) geringen Entfernung erscheint der Planet sehr groß im Teleskop, was viele Details sichtbar macht.
Ein Riesenplanet aus Gasen
Jupiter ist mit Abstand der größte Planet des Sonnensystems. Wie alle anderen Planeten des äußeren Sonnensystems ist er ein reiner Gasplanet ohne eine feste Oberfläche. Er besteht überwiegend aus Wasserstoff mit Anteilein von Helium, Methan und Ammoniak. Die farbigen Bänder und Zonen entstehen durch seine turbulente Atmosphäre und unterschiedliche Mischungsverhältnisse. Dabei enstehen immer wieder neue Muster und Strukturen, die faszinierend zu beobachten sind.
Jupiter hat nach aktuellem Stand 97 Monde. Die meisten davon sind allerdings sehr klein und nicht zu beobachten. Die größten vier Monde – Io, Europa, Ganymed und Kallisto – kann man dagegen schon mit einem Fernglas beobachten.
Jupiter in Opposition – eine Aufnahme durchs Teleskop
Am Teleskop ist Jupiter ein prachtvoller Anblick. Schon bei mittlerer Vergrößerung kann man den Planeten als Scheibchen sehen. Meist sieht man auch die Wolkenbänder, die sich als braun-rote Linie abzeichnen. Die vier großen Monde erscheinen als feine Punkte links und rechts daneben.
Noch mehr Details lassen sich per Astrofotografie sichtbar machen. Für diese Aufnahme wurde kam ein Refraktor (Linsenteleskop) mit 120mm Öffnung und 900 mm Brennweite verwendet. Die Brennweite wurde per Barlow-Linse auf 2025 mm verlängert.Ein zwei Minuten langes Video wurde dann mit Astronomie- und Bildbearbeitsungs-Software bearbeitet.
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